Ein Nachtrag zur Landtagswahl vom 13.03.

Wir müssen es offen und ehrlich heraussagen: Das Wahlergebnis war für uns eine herbe Enttäuschung. Landesweit knapp 8% der Wählerstimmen zu verlieren, war für uns ein schwerer Schlag. Aber Demokratie lebt von der Stimme des Volkes.

Wir waren angetreten, die desolate Politik der CDU abzulösen. Eine deutlich bessere Politik nach Thüringer Vorbild war unser Ziel. Und 40,5% der Wähler haben der aktuellen Landes- und Bundespolitik eine klare, unmissverständliche Abfuhr erteilt. Leider teilen sich diese 40,5% zwischen zwei politischen Lagern auf, die sich unversöhnlich gegenüberstehen – AfD und LINKE. Der lachende dritte ist somit die CDU, der große Verlierer ist wieder der Wähler.

Das unter einer CDU geführten Landesregierung die dringend ersehnten Änderungen in der Landespolitik ausbleiben werden, dürfte jedem klar sein. Aber das Problem geht noch viel weiter:

  • Das klare „Nein“ beinhaltet auch ein „Nein“ für potentielle Investoren, die nun lieber in einem anderen Bundesland Arbeitsplätze schaffen werden.
  • Aus dem Burgenlandkreis saßen bisher sechs Abgeordnete im Magdeburger Landtag. Drei davon aus Naumburg, zwei aus Weißenfels und einer aus Zeitz. Fünf dieser Abgeordneten gehörten den Regierungsparteien an. Jan Wagner war als Neuling immerhin in einer erfahrenen Oppositionsfraktion tätig. Das Parlament war somit über die Probleme vor Ort immer bestens im Bilde (wenngleich nicht immer fähig, diese zu lösen). Vereine, Schulen, Feuerwehren usw. konnten auf relativ kurzem Weg Druck auf die Regierung ausüben, um Fördermittel zu erhalten. Doch nun gibt es aus dem Burgenlandkreis nur noch fünf Landtagsabgeordnete. Drei davon gehören der AfD an – unerfahrene Neulinge und politisch isoliert und somit ohne nennenswerten Einfluss.

Der Wunsch der Wähler, der Regierung einen Denkzettel zu verpassen, offenbart sich nun als politisches Harakiri für die gesamte Region.

Uns bleibt zunächst nur, uns bei unseren treuen Wählerinnen und Wählern zu bedanken!
Vor uns steht viel Arbeit, um das verlorene Vertrauen wiederzugewinnen.


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.